Historie

Die Geschichte der Erlöserkirche

Die Ev. Erlöserkirche in 47804 Krefeld, Forstwaldstr. 91-93

Warum wurde sie gebaut?
Warum heißt unsere Kirche so?
Und wer gab ihr diesen Namen?

Um diese Fragen zu beantworten, muss man in die Vergangenheit zurückgehen.

Man kann sich heute kaum vorstellen, wie das Gemeindeleben nach dem Krieg in Lindental organisiert war. In den 40er und 50er Jahren gab es keine evangelische Kirche in unserem Stadtteil.
Eine provisorische Heimat bot damals der Kinderhort. In seinen Räumen versammelten sich die Gläubigen zu den Gottesdiensten. Auch der Konfirmandenunterricht und die verschiedenen Kreise mussten ihre Versammlungsräume von Fall zu Fall suchen. So entstand der Wunsch, der Gemeinde mit einem Kirchenneubau eine endgültige Heimat zu schaffen.

Die Aufgabe, der sich 1958 das damalige Presbyterium unter der Leitung von Pfarrer Stockkamp stellte, war riesig.

Welche Architekten sollten beauftragt werden?
Welche Räume sollten neben Kirche und Pfarrhaus entstehen?
Und das Wichtigste: Wie sollte das alles finanziert werden?

Wer heute ein Haus baut, wird staunen, was man damals für
den ganzen Komplex zahlen musste: Für Kirche, Jugendräume, Küsterwohnung und Turm wurden ganze 365.400 DM gezahlt. Aber auch damals konnte niemand Geld aus den Ärmeln schütteln. Der Gemeindeverband trug den größten Teil, die Stadt Krefeld, die DEW und der Landschaftsverband spendeten beträchtliche Summen und die Gemeinde erbrachte 15.000 DM bei Sammlungen und 55.000 DM durch einen Grundstücksverkauf.

Die Architektengemeinschaft Sippel, Trubert und Klein aus Krefeld planten den Neubau und führten ihn aus.

Die Grundsteinlegung fand statt am 1. Mai 1961 unter dem Spruch des Monats aus der Apostelgeschichte 2,21: "Es soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden".

Dass unsere Kirche den Namen "Erlöserkirche" bekommen hat, hat sicher auch mit diesem Spruch zu tun und kann auch noch heute als Einladung an alle Bewohner unseres Stadtteils verstanden werden.

Schon knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung am 11. März 1962 feierte die Gemeinde die Einweihung ihrer neuen Kirche.

Vielleicht gibt es noch jemanden, der dabei war und uns davon erzählen könnte? Haben Sie noch Bilder vom Bau der Kirche?

Melden Sie sich bitte bei:
Marlies Möller, Tel: 02151-711990

Wir würde gern etwas über die alten Zeiten hören!

Marlies Möller

Der Engel aus der Apokalypse)

Der Engel aus der Apokalypse)

Vorentwurf-Zeichnung des Engel

Wir kennen ihn alle, den Engel mit der Posaune am Fuße des Glockenturmes der Erlöserkirche. Er ist etwas Besonderes, denn er schwebt nicht hoch über unseren Köpfen, sondern ist ganz nah bei allen, die die Kirche betreten.

Aber weiß noch jemand, seit wann er dort steht oder wer ihn geschaffen hat?

Die Idee, der Engel aus der Apokalypse möge die neu erbaute Kirche schmücken, kam vom damaligen Pastor Stockmann. Geschaffen und in Bronze gegossen wurde er von Prof. Theo Akkermann.

In einer kleinen Feierstunde wurde er am 15. November 1964 an der Erlöserkirche aufgestellt.
Seitdem bläst er die Posaune und ruft er uns zum Gottesdienst.

Marlies Möller

Glocken im Glockenturm

Genauso wie die drei Glocken im Turm. Die Glockengießerei Rincker bekam am 28. Juni 1961 vom Presbyterium den Auftrag, jede Glocke mit einer Inschrift zu versehen.
Und deshalb trägt die große Glocke nun den Spruch:

"Ich weiß, dass mein Erlöser lebt".

Auf der mittleren Glocke, die wir beim Vaterunser hören, steht:

"Herr, lehre uns beten!"

Und die kleine, die hellste Glocke läutet:

"Ehre sei Gott in der Höhe!"

Sie alle rufen uns laut und besonders gut kann man sie an den stillen Sonntagen hören. Dann gehören sie mit den Glocken der St. Michaels Kirche zum Sonntag in Krefeld-Lindental.

Marlies Möller

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